Nun ist es fast soweit.
Das Jahr ist um. Morgen fliege ich wieder nach Deutschland und mein altes Leben hat mich wieder. In diesen knappen zehn Monaten hier habe ich eine Menge erlebt - wie der Blog eindrucksvoll zeigt - , viel Schoenes wie Schlechtes. Nunja, wirklich schlecht war wenig ausser meiner Laune an manchen Tagen, aber anstrengend (auf viele Weisen) war der Aufenthalt hier fast immer. La dolce vita ist gar nicht so suess, es hat auch eine saure Seite, besonders, wenn es um Organisation und Buerokratie geht. Das habe ich in den letzten Woche immer wieder feststellen duerfen: Eine Unterschrift? Kommen Sie in zwei Wochen bitte wieder. / Dieses Dokument ausfuellen? Nein, das machen wir hier nicht, dafuer muessen Sie in das andere Erasmusbuero gehen. / Nein, WIR machen das auch nicht. Das machen die anderen... Unser Vermieter versuchte bei der letzten (meiner finalen) Abrechnung, etwas besser davon zu kommen, als ihm zustand. Dumm fuer ihn, dass wir mitgerechnet hatten... Und ueber die Verhaeltnisse der Uni habe ich mich bereits auf diesen Seiten ausgelassen. Mittlerweile gibt es hier eine Verbesserung: Die Toiletten sind geschlechtergetrennt!
Heute moechte ich aber doch ein wenig wehmuetig noch die suessen Seiten des Lebens in Italien geniessen und bei Sonnenschein durch diese einmalig schoene, charaktervolle Stadt spazieren, die mich ein knappes Jahr wohlwollend beherbergt hat, vielleicht nochmal in die Boboligaerten gehen und spaeter ein Eis essen. Dabei werde ich das Jahr hier Revue passieren lassen und mich an all die schoenen Winkel der Stadt und meine zahlreichen Erlebnisse in Italien erinnern. Abends werden Anne, Lisa und ich in unseren neuen, viola-farbenen Firenze-Shirts mit goldener Lilie sowie mit einer Pizza, Rotwein und Martini den Flair der florentiner Nacht auf den Plaetzen und Bruecken in uns aufnehmen, bevor ich ein letztes Mal im Dreierzimmer unserer WG schlafen werden. Morgen frueh gehts dann schon nach Pisa, Koffer sind bereits gepackt, Zugticket geloest, Kleidung fuer morgen herausgelegt - je suis prete! Sono pronta! I am ready! Ich bin bereit!
Zum Schluss noch ein grosses Dankeschoen an euch, die ihr mich gedanklich, telefonisch und auf eure Art begleitet und unterstuetzt habt in diesem Jahr. Ohne euch waeren die Monate hier weniger positiv verlaufen. Ihr habt mir dringend erforderlichen Rueckhalt gegeben, besonders Mattes und meine Familie. Mille grazie! Ich hab euch lieb.
1 Kommentar:
Hallo Crumelina, ich freue mich, dich bald wieder in die Arme schließen zu können. Auch wenn es dich in naher Zukunft schon wieder in die "weite Welt" verschlagen wird, kannst Du dir sicher sein, dass ich an Dich denke.
Dein Support aus der Heimat ...
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